Der Schweizer Nachrichtendienst hat nach langem Widerstand Dokumente über den NS-Kriegsverbrecher Josef Mengele für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Akten sind jedoch nicht in ihrer Gesamtheit einsehbar, da zahlreiche Passagen unkenntlich gemacht wurden. Diese Vorgehensweise stößt bei Historikern auf deutliche Kritik, die nun rechtliche Schritte oder weitere Maßnahmen gegen die Schwärzungen prüfen. Die Unterlagen betreffen Mengeles Aktivitäten und seinen Aufenthalt im Kontext der Schweiz. Der Streit um die Transparenz der Archive verdeutlicht das anhaltende Interesse an der Aufarbeitung der historischen Zusammenhänge rund um den KZ-Arzt, dessen Flucht und Verbindungen nach dem Zweiten Weltkrieg weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen sind.
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