US-Außenminister Marco Rubio hat bei seinem Besuch in Athen das strategische Interesse der USA an der griechischen Energieinfrastruktur unterstrichen. Im Zentrum steht der sogenannte Vertikale Korridor, ein Pipelinenetzwerk, das Flüssiggas aus den USA über Griechenland in Richtung Südosteuropa und Ukraine leiten soll. Ziel ist es, die Abhängigkeit der EU von russischen Importen bis Ende 2027 vollständig zu beenden. Während die griechische Regierung ihre neue Rolle als zentraler Akteur im Energiesektor betont und US-Konzerne wie ExxonMobil in Explorationsprojekte investieren, äußern Experten Kritik. Analysten warnen vor überdimensionierten Infrastrukturprojekten, die langfristig unnötig sein könnten. Dennoch sehen Befürworter in der verstärkten Zusammenarbeit eine notwendige Maßnahme zur Sicherung der europäischen Energieversorgung, solange die Energiewende noch nicht abgeschlossen ist.
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