Nach dem Ableben des ehemaligen Generals Ratko Mladic haben in Serbien tausende Menschen an Gedenkveranstaltungen teilgenommen. Der Verstorbene war wegen Kriegsverbrechen verurteilt worden, dennoch wird in politischen Kreisen über die Ausrichtung eines offiziellen Staatsbegräbnisses diskutiert. Präsident Aleksandar Vucic vermeidet bislang eine klare Positionierung zu dieser kontroversen Frage. Währenddessen beobachtet die Europäische Union die Entwicklungen mit grosser Skepsis. Brüssel zeigt sich besorgt über den Umgang serbischer Nationalisten mit dem Erbe des einstigen Militärführers. Die Reaktionen verdeutlichen die tiefen gesellschaftlichen und politischen Gräben innerhalb des Landes sowie das angespannte Verhältnis zur internationalen Gemeinschaft in Bezug auf die Aufarbeitung der Balkankriege.
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