In Neu-Delhi kommen die Staats- und Regierungschefs der BRICS-Staaten zu einem Gipfeltreffen zusammen, das von erheblichen globalen Unsicherheiten geprägt ist. Angesichts der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der US-Außenpolitik steht das Bündnis vor der Herausforderung, seine Rolle in einer multipolaren Weltordnung zu definieren. Experten mahnen jedoch zur Zurückhaltung bei den Erwartungen, da die elf Mitgliedstaaten unterschiedliche nationale Interessen verfolgen und das Forum keine einheitliche Außenpolitik vertritt. Dennoch eint die Gruppe das Bestreben, als nicht-westliche Plattform den Einfluss des Globalen Südens in internationalen Institutionen wie dem IWF zu stärken. Gastgeber Indien nutzt das Treffen, um seinen Führungsanspruch zu untermauern und Themen wie Infrastrukturfinanzierung sowie die Vernetzung digitaler Währungen voranzutreiben, während das Bündnis versucht, trotz interner Differenzen als gewichtiger Akteur auf der Weltbühne wahrgenommen zu werden.
Source : Tagesschau
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