Die Europäische Union hat die geplante einjährige Verlängerung ihrer Sanktionen gegen rund 3.000 russische Akteure vorerst ausgesetzt. Aufgrund von Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten wurde die Laufzeit der Maßnahmen lediglich um sieben Tage bis zum 22. September verlängert. Hintergrund der Blockade ist der Wunsch der Slowakei, den russischen Oligarchen Alischer Usmanow von der Sanktionsliste zu streichen, wobei Frankreich das Land dabei offenbar unterstützt. Andere EU-Staaten lehnen dieses Vorhaben ab, da sie befürchten, dass eine Streichung Usmanows rechtliche Präzedenzfälle schaffen könnte, die weitere Klagen gegen die Strafmaßnahmen ermöglichen würden. Die EU hatte die Sanktionen als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ab Februar 2022 eingeführt. In der kommenden Woche sollen nun weitere Verhandlungen stattfinden, um eine Einigung über das weitere Vorgehen zu erzielen.
Source : Tagesschau
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