Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht das Bundesland vor einem komplexen Prozess der Regierungsbildung. Obwohl die AfD mit 43,8 Prozent die stärkste Kraft wurde, verfehlte sie die absolute Mehrheit. Da alle anderen Parteien eine Koalition mit der AfD ablehnen, bleibt die politische Zukunft ungewiss. Die amtierende Landesregierung führt die Geschäfte bis zur Wahl eines neuen Ministerpräsidenten fort. Der neu gewählte Landtag muss spätestens am 6. Oktober 2026 zusammentreten. Für die Wahl des Regierungschefs gibt es keine gesetzliche Frist. Sollte im dritten Wahlgang eine einfache Mehrheit ausreichen, könnte dies die politische Dynamik verändern. Angesichts der knappen Mehrheitsverhältnisse und der ablehnenden Haltung der etablierten Parteien gegenüber der AfD kommt dem BSW als kleinster Fraktion eine entscheidende Rolle bei der Suche nach stabilen Mehrheiten zu.
Source : Tagesschau
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