Die italienische Weinbranche steht vor erheblichen Herausforderungen, da der Pro-Kopf-Konsum von Rotwein seit 2010 drastisch gesunken ist. Produzenten wie Sergio Zingarelli reagieren mit einer Drosselung der Produktionsmengen, um den Preisverfall zu stoppen. Neben dem veränderten Konsumverhalten, das sich hin zu leichten Schaumweinen, Cocktails und alkoholfreien Alternativen verschiebt, belasten Handelskonflikte mit den USA und klimatische Veränderungen die Branche. Zudem führen gesellschaftliche Wandlungsprozesse dazu, dass die traditionelle Kombination aus aufwendig gekochten Mahlzeiten und einer Flasche Rotwein seltener wird. Während hochwertige Weine weiterhin eine Nische finden, leiden einfache Alltagsweine unter der neuen Vorliebe für gekühlte Getränke und informelle Essgewohnheiten. Die Winzer suchen nun nach Wegen, sich anzupassen, etwa durch die vermehrte Herstellung von Spumante aus traditionellen Sangiovese-Trauben, um den veränderten Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.
Source : SRF
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