Im Gegensatz zu vielen Nachbarländern setzt die Schweiz bei der Beschilderung von Wanderwegen auf Zeitangaben statt auf Kilometer. Laut dem Verband Schweizer Wanderwege ist die benötigte Marschzeit für die Tourenplanung wesentlich aussagekräftiger, da sie Steigungen und Gefälle berücksichtigt. Diese Richtwerte basieren seit 2006 auf einer einheitlichen mathematischen Formel, die Distanz sowie Höhenunterschiede einbezieht, jedoch individuelle Faktoren wie Fitness oder Pausen ausklammert. Während neue Schilder nach diesem Standard berechnet werden, existieren in einigen Regionen noch ältere Wegweiser, die auf früheren, teils manuellen Messmethoden beruhen. Für die eigene Planung im flachen Gelände gilt als Faustregel ein Zeitbedarf von 15 Minuten pro Kilometer, ergänzt um zusätzliche Zeit für Auf- und Abstiege. Digitale Hilfsmittel bieten Wanderern heute zudem präzisere Möglichkeiten zur Vorbereitung ihrer Touren.
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