Viele Kinder, die während oder kurz nach dem Zweiten Weltkrieg aus Verbindungen zwischen deutschen Frauen und ausländischen Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen oder Besatzungssoldaten hervorgingen, sahen sich in der frühen Bundesrepublik mit gesellschaftlicher Ausgrenzung konfrontiert. Diese Kinder wuchsen häufig mit einer großen Ungewissheit über ihre familiären Wurzeln auf. Für viele Betroffene blieb die Frage nach der eigenen Herkunft und der Identität ihrer leiblichen Väter ein lebenslanges, belastendes Rätsel, das sie bis ins Erwachsenenalter begleitete. Die gesellschaftliche Stigmatisierung erschwerte es diesen Menschen zudem, ihre Familiengeschichte aufzuarbeiten oder Kontakt zu ihren biologischen Vätern zu suchen.
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