Die französische Regierung hat die Beratungen für den Haushalt 2027 eröffnet, wobei das Ziel besteht, das Defizit von 5,4 auf 5,0 Prozent zu senken. Angesichts einer Schuldenquote von fast 120 Prozent der Wirtschaftsleistung und steigender Zinslasten steht das Land vor einer massiven fiskalischen Herausforderung. Geplante Einsparungen von 40 Milliarden Euro betreffen vor allem die Beschäftigungspolitik und Entwicklungshilfe, während die Verteidigungsausgaben wachsen sollen. Da die Regierung im Parlament über keine eigene Mehrheit verfügt, gestaltet sich die Verabschiedung schwierig. Sowohl das linke Lager als auch der Rassemblement National äußerten bereits deutliche Kritik und lehnen den Entwurf ab. Experten warnen vor der prekären Haushaltslage, während der nahende Präsidentschaftswahlkampf die Suche nach notwendigen politischen Kompromissen zusätzlich erschwert.
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