Nach der Beendigung des Bürgerkriegs in Äthiopien, an dem Eritrea zwischen 2020 und 2022 gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray beteiligt war, hat sich die Sicherheitslage in der Region erneut verschärft. Der Friedens- und Konfliktforscher Kjetil Tronvoll vom Oslo New University College bewertet die aktuelle politische Ausrichtung Eritreas als riskante Fehlkalkulation. Gemeinsam mit einer Rebellenallianz richtet sich das Land nun gegen die äthiopische Zentralregierung in Addis Abeba. Laut Tronvoll gefährdet dieses Vorgehen die Stabilität des totalitären Regimes in Asmara erheblich. Der Experte warnt zudem vor einer drohenden Ausweitung der Kämpfe, die einen großflächigen regionalen Konflikt am Horn von Afrika auslösen könnten. Die einstige diplomatische Annäherung zwischen den beiden Staaten, die 2018 noch symbolisch gefeiert wurde, ist damit endgültig gescheitert.
Source : Der Standard
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