Judit Fendler, Kanzlerin der Universität Szeged, äußerte sich in einem Interview kritisch über Versuche regierungsnaher Unternehmen, Einfluss auf öffentliche Ausschreibungen der Hochschule zu nehmen. Laut Fendler versuchten Firmen aus den Bereichen IT, Catering und Reinigung bereits kurz nach ihrem Amtsantritt 2016, die Kontrolle über Vergabeprozesse zu erlangen, indem sie auf ihre politischen Verbindungen verwiesen. Die Kanzlerin beendete daraufhin die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern und etablierte eine interne Abteilung für Beschaffungswesen. Fendler berichtete zudem von Drohungen und einer Vorladung in die Parteizentrale der Fidesz durch Gábor Kubatov, nachdem sie sich den Forderungen widersetzt hatte. Ob Verbindungen zwischen den betroffenen Unternehmen und dem Umfeld von Viktor Orbán bestanden, ließ sie offen, da sie dies nicht weiter untersuchte.
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