Ein neuartiger Wirkstoff des Pharmakonzerns Novartis konnte in einer umfangreichen klinischen Untersuchung zwar den Lp(a)-Blutfettwert effektiv reduzieren, erreichte jedoch nicht den entscheidenden therapeutischen Endpunkt. Da etwa 20 Prozent der Bevölkerung von erhöhten Lp(a)-Konzentrationen betroffen sind, die das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte signifikant steigern, galt die Entwicklung als medizinisch besonders relevant. Das Scheitern der Studie wirft nun Fragen für die zukünftige Forschung im Bereich der kardiovaskulären Prävention auf. Experten analysieren derzeit, welche Konsequenzen dieses Ergebnis für die weitere Medikamentenentwicklung und die Behandlungsmöglichkeiten der betroffenen Patienten hat. Trotz der erfolgreichen Senkung des spezifischen Blutwertes bleibt der erhoffte klinische Nutzen für die Herzgesundheit in diesem speziellen Testverfahren aus.
Source : NZZ
Photo : NZZ


