Nach den vorgezogenen Parlamentswahlen in Serbien hat Aleksandar Vucic die Niederlage seiner Fortschrittspartei (SNS) eingeräumt. Hochrechnungen zufolge sicherte sich eine von Studenten initiierte Oppositionsliste die absolute Mehrheit mit etwa 52 Prozent der Stimmen, während die SNS bei rund 39 Prozent landete. Die Wahlbeteiligung erreichte mit fast 70 Prozent einen Höchstwert. Die siegreiche Bewegung, die sich aus Akademikern, Medizinern und Künstlern zusammensetzt, plant eine Stärkung von Rechtsstaatlichkeit und Medienfreiheit. Wer das Amt des Regierungschefs übernehmen wird, bleibt vorerst offen, da die basisdemokratische Gruppierung noch keine Personalentscheidungen getroffen hat. Der Wahlausgang löste landesweit große Feierlichkeiten aus. Die Bewegung entstand ursprünglich aus Protesten gegen Korruption und staatliche Missstände nach einem tödlichen Bahnhofsunglück in Novi Sad. Vucic, der zuvor als Präsident zurückgetreten war, um Regierungschef zu werden, wird nun voraussichtlich die Oppositionsrolle übernehmen.
Source : Tagesschau
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