Nach den jüngsten Wahlergebnissen in Serbien wächst der Druck auf die Medienaufsichtsbehörde, gegen einseitige Berichterstattung vorzugehen. Ein Bündnis aus über 30 Organisationen hat offiziell beantragt, dem Fernsehsender Informer die Sendelizenz zu entziehen. Die Initiatoren werfen dem Kanal vor, als Propagandainstrument für den ehemaligen Präsidenten Aleksandar Vucic zu fungieren, Hassrede zu verbreiten und persönliche Daten von Oppositionellen zu veröffentlichen. Während es bereits zu gewaltsamen Zwischenfällen in den Studios kam, distanzieren sich studentische Protestgruppen von solchen Aktionen und fordern stattdessen institutionelle Konsequenzen. Experten betonen, dass die serbische Medienlandschaft jahrelang durch staatliche Gelder und politische Einflussnahme geprägt war. Die nun geforderte Professionalisierung der Aufsichtsbehörden gilt als eine der zentralen Herausforderungen für die künftige demokratische Entwicklung des Landes, um eine unabhängige Berichterstattung langfristig zu sichern.
Source : Tagesschau
Photo : Tagesschau


