Die brasilianische Präsidentschaftswahl steuert auf eine Stichwahl zwischen dem amtierenden Präsidenten Lula da Silva und seinem Herausforderer Flávio Bolsonaro zu. Während Lula nach der ersten Runde hinter den Erwartungen zurückblieb, konnte der Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro deutlich an Boden gewinnen. Die Stimmung im Lager der Arbeiterpartei ist gedrückt, da auch bei den Parlamentswahlen ein deutlicher Rechtsruck zu verzeichnen war. Flávio Bolsonaro profitiert dabei von der weit verbreiteten Unzufriedenheit über die steigenden Lebenshaltungskosten und die Sicherheitslage im Land. Viele Brasilianer sind derzeit hoch verschuldet, was die Kritik an der aktuellen Regierung verschärft hat. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte Brasilien politisch weiter nach rechts rücken und sich damit in den regionalen Trend konservativer Regierungswechsel in Lateinamerika einreihen. Die Entscheidung über die künftige Führung des Landes fällt in drei Wochen.
Source : Tagesschau
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