Die Stimmberechtigten im Kanton Graubünden werden in naher Zukunft darüber befinden, ob das aktive Wahl- und Stimmrecht bereits für Jugendliche ab 16 Jahren eingeführt werden soll. Ein Blick auf den benachbarten Kanton Glarus, der dieses Modell bereits seit knapp zwei Jahrzehnten praktiziert, liefert dabei erste Erfahrungswerte. Die dortigen Daten deuten darauf hin, dass die politische Partizipation unter den jungen Erwachsenen trotz der rechtlichen Möglichkeit eher verhalten ausfällt. Die anstehende Abstimmung in Graubünden wird nun zeigen, ob die dortige Bevölkerung bereit ist, den Kreis der Wahlberechtigten auf Minderjährige auszuweiten, oder ob die Erfahrungen aus dem Nachbarkanton eher zur Zurückhaltung mahnen.
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