Trotz der Einstufung als gesichert rechtsextremistisch durch den Verfassungsschutz erzielt die AfD in Sachsen-Anhalt beachtliche Wahlergebnisse. Experten identifizieren verschiedene Faktoren für diesen Trend. Einerseits gelingt es der Partei, durch eine Mischung aus vagen Forderungen und populistischen Themen Wähler zu binden, die ihr mittlerweile eine höhere Problemlösungskompetenz zuschreiben als den etablierten Parteien. Ein entscheidender Faktor war zudem die Rolle des Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund, der durch ein moderateres Auftreten neue Wählerschichten erschloss. Darüber hinaus profitiert die AfD von einer verbreiteten pessimistischen Grundstimmung in der Bevölkerung. Viele Wähler sehen in der Partei ein Ventil für ihre Unzufriedenheit und den Wunsch nach einem fundamentalen politischen Systemwechsel, da sie das Land in einem stetigen Niedergang wahrnehmen. Die strategische Kommunikation der Partei, die sich von der reinen Protestrolle hin zur inhaltlichen Überzeugung entwickelt hat, spielt dabei eine zentrale Rolle.
Source : Tagesschau
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