Eine koordinierte internationale Ermittlungsaktion in 17 Ländern hat zur Festnahme von 95 Personen geführt, die im Zusammenhang mit der Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen von Kindern stehen. Interpol meldete die Vollstreckung von über 120 Durchsuchungsbeschlüssen. Die Fälle umfassen unter anderem die Rettung eines fünfjährigen Kindes in Kolumbien, dessen Elternteil mutmaßlich Bildmaterial des Kindes online verkaufte. In Ecuador und Panama wurden Administratoren und Nutzer von Chatgruppen identifiziert, die tausende illegale Dateien verbreiteten. Zudem wurde in Argentinien ein Verdächtiger festgenommen, der Minderjährige durch Erpressung zur Produktion expliziter Inhalte zwang. Interpol betont, dass Täter zunehmend digitale Netzwerke nutzen, um Kinder auszubeuten, Missbrauch zu koordinieren und durch den Handel mit illegalem Material finanzielle Gewinne zu erzielen. Die Organisation unterstreicht die Schwere der Taten, da jede Verbreitung der Dateien eine erneute Viktimisierung der betroffenen Kinder darstellt.
Source : SRF
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