Innerhalb der Unionsfraktion formiert sich Widerstand gegen die von Finanzminister Lars Klingbeil vorgelegte Einkommensteuerreform. Kritiker fordern eine deutlich stärkere Entlastung der Bürger und bemängeln insbesondere den nur teilweisen Abbau der kalten Progression. Politiker wie Dennis Radtke von der CDA verlangen einen vollständigen Ausgleich, um Lohnerhöhungen vor der Inflation zu schützen. Zur Finanzierung schlägt Radtke den Abbau von Subventionen sowie Einsparungen bei der Mütterrente vor. Auch innerhalb der Arbeitsgruppen Finanzen und Landwirtschaft stößt der Entwurf auf Ablehnung; insbesondere die geplante Zuckersteuer wird als Bruch des Koalitionsvertrags gewertet. Während die Regierung Entlastungen von jährlich zehn Milliarden Euro anstrebt, bezeichnen Abgeordnete der Union das Vorhaben als unzureichend. Das Finanzministerium verteidigt den Entwurf hingegen mit dem Hinweis auf die angestrebte Netto-Entlastung für die meisten Haushalte.
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