Die jüngsten, teilweise gewalttätigen Unruhen in Frankreich haben sich kurz vor den anstehenden Wahlen zu einem zentralen politischen Streitthema entwickelt. Die verschiedenen politischen Lager nutzen die aktuelle Instabilität für gegenseitige Vorwürfe. Während die amtierende Regierung die Verantwortung bei linken Gruppierungen verortet, machen rechte Akteure vor allem Migranten für die Ausschreitungen verantwortlich. Die tiefgreifende gesellschaftliche Spaltung, das Entsetzen über die Eskalation der Gewalt sowie die Kritik am Vorgehen der Sicherheitskräfte führen dazu, dass vor allem die politischen Ränder an Zustimmung gewinnen. Die Stimmung im Land ist von Frustration geprägt, was den Wahlkampf zunehmend polarisiert und die Debatten dominiert.
Source : ORF


