Bei den jüngsten Wahlen in Serbien kam es zu einer politischen Zäsur, als der langjährige Staatschef Aleksandar Vucic eine deutliche Niederlage erlitt. Einer unabhängigen Beobachtung zufolge konnte eine oppositionelle Studentenliste die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen. Die Beteiligung der Bevölkerung erreichte dabei einen historischen Höchststand, der seit dem Ende des ehemaligen Jugoslawiens im Jahr 1992 nicht mehr verzeichnet wurde. Noch bevor die offiziellen Resultate vollständig vorlagen, räumte Vucic seinen Misserfolg überraschend ein. Der Wahlausgang löste in weiten Teilen des Landes öffentliche Feierlichkeiten aus, während die politische Landschaft Serbiens vor einer grundlegenden Neuausrichtung steht.
Source : ORF


