Die geplante Flexibilisierung der Arbeitszeitregeln in Deutschland stößt auf Widerstand innerhalb der SPD-Basis. In einem neuen Positionspapier stellen verschiedene Arbeitsgruppen der Partei klare Forderungen auf, um Arbeitnehmerrechte zu wahren. Eine zentrale Bedingung ist, dass eine wöchentliche Höchstarbeitszeit nur in Verbindung mit Tarifverträgen eingeführt werden darf. Zudem fordern die Verfasser eine verpflichtende elektronische Zeiterfassung, um unbezahlte Überstunden zu verhindern und die Selbstbestimmung der Beschäftigten zu stärken. Während die Union eine flexiblere Gestaltung der Arbeitszeit anstrebt, betonen die SPD-Vertreter die Notwendigkeit von Schutzstandards, um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben nicht zu gefährden. Das Papier schlägt zudem eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 40 Stunden vor und verlangt gesetzliche Mindestzuschläge für geleistete Überstunden. Diese Positionierung könnte die laufenden Verhandlungen innerhalb der Koalition erheblich beeinflussen und zu neuen Spannungen führen.
Source : Tagesschau
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